Frequenztherapie im Trend

Montag, 7. September 2015

Neurodermitis bei Laktoseintoleranz und Weizenallergie

Heute kam eine junge Mutter mit ihrem 3-jährigen Jungen zum 2. Mal zur Therapie:

Sie war bereits seit dem 2. Lebensahr des Kindes bei der Hochschule Hannover wegen starker Neurodermitis in Behandlung. Dort hatte Prof. XYZ dem Kind Cortison in Tablettenform und insgesamt 3 cortisonhaltige Salben empfohlen. Doch offensichtlich hatte diese Therapie dem Jungen gar nicht geholfen. Bei der 1. Konsultation vor 4 Wochen konnte sich der Junge kaum konzentrieren und hatte im Gesicht und am ganzen Körper ein rotfleckiges Ekzem.

Wir diagnostizierten eine Allergie auf Weizen: Der alte Weizen, also Dinkel, wurde vertragen. Der Mutter wurde empfohlen, das Kind für 4 Wochen ohne Weizen zu ernähren. Die Mutter setzte das auch sehr schön in die Tat um:
Sie entschloss sich dazu ihr Brot selbst zu backen und hatte das Glück in einem AWO-Kindergarten Unterstützung bei der Nahrungsumstellung zu finden.

Wir diagnostizierten eine Allergie auf Kuhmilchprodukte, also auf Laktose. Die Allergie auf Laktose bezieht sich auf alles, was aus Kuhmilch hergestellt wird.
Die Empfehlung lautete laktosefreien Produkte (Minus L-Produkte) zu kaufen, also Milch , Butter, Schlagsahne, Joghurt, Frischkäse, Käse - also alles, was aus Kuhmilch hergestellt wird. Ihr wurde erklärt, dass sie Laktasetabletten geben könne, falls das Kind aus Versehen oder bewusst etwas Laktosehaltiges essen würde.
Es wurde ihr zusätzlich empfohlen dem Jungen  eine probiotische laktosefreie Bakterienkultur zu geben: Doch leider gab sie ihm auf Anraten des Apothekers Mutaflor, das Laktose enthält.. Dazu ist zu sagen, dass es auf dem Markt viele lactosefreie probiotische Bakterienkulturen gibt. Denn, wie der TV-Werbung zu entnehmen ist, ist bereits jeder 6.  laktoseintolerant.

Die Haut des Jungen war im Gesicht besser als beim letzten Mal, er konnte sich wesentlich besser konzentrieren. Therapeutisch hatten wir ihm Embri 3 Tropfen von Herbalux auf 1 Glas Wasser empfohlen. Die Mutter hatte ihm die 3 Tropfen (weil er 3 Jahre alt ist) in Apfelschorle gegeben, da er das lieber trank.

Wir hoffen, dass sich seine Haut und die Konzentration in den nächsten 4 Wochen weiter verbessern wird.
Als Nebenbefund stellte sich heraus, dass das Kind auf die cortisonhaltigen Cremes und eine Creme mit Tacrolimus allergisch war. Lediglich Linola- Cremes wurden vertragen.





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